Akte 1. FC Union Berlin
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10 Figuren

Schlüsselfiguren — 1. FC Union Berlin

Uwe Neuhaus ist mit sieben Jahren Union-Rekordtrainer, Frank Pagelsdorf scheitert 1994 an der Bankbürgschaft, Torsten Mattuschka bekommt sein eigenes Stadionlied, und Urs Fischer führt die Eisernen 2019 erstmals in die Bundesliga.

CLUB ECONOMICS BETA
28
Financial Stability Score
Eigenkapital3 Mio €
Personalquote47,7%
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Schlüsselfiguren

Uwe Neuhaus: Uwe Neuhaus ist per Dezember 2019 Unions Rekordtrainer.

Uwe Neuhaus: sieben Jahre Rekord an der Alten Försterei

Sieben Jahre Cheftrainer, Drittliga-Meister 2009, Etablierung in Liga zwei — und am Ende die Heirat mit Unions früherer Buchhalterin.

Sieben Jahre lang, von 2007 bis 2014, sitzt der 1959 geborene „Wessi“ bei Union an der Seitenlinie. Länger ist (Stand Dezember 2019) kein Chefcoach in der 53-jährigen Vereinsgeschichte am Stück im Amt. Er führt Union auch in die 3. Liga.

2009 wird er mit den Eisernen erster Drittligameister. Neuhaus schafft es sogar, den Verein in der 2. Bundesliga zu etablieren. Die Mittelfeldplatzierungen (12., 11., 7., 7., 9.) geben Union Zeit, sich während der Modernisierung des Stadions 2008/09 - 2012/13 aufs Bauen zu konzentrieren.

Weil es sportlich unter Neuhaus läuft. Den Aufstieg in die Bundesliga traut ihm der Klub nicht mehr zu. Aber auch nach dem Rauswurf 2014 ist er in den nächsten Jahren als Zweitliga-Trainer in Dresden und Bielefeld gefragt.

Seine Union-Zeit wird Neuhaus nie vergessen, auch weil er 2013 Unions frühere Buchhalterin Britta Calmus heiratet.

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Frank Pagelsdorf und der Aufstieg, den die Bürgschaft kassiert

1994 schlägt Union sportlich Bischofswerda 1:0 — der Aufstieg in Liga zwei platzt, weil 2,4 Millionen DM Bürgschaft fehlen.

Zwei Jahre lang lenkt der Hannoveraner die Geschicke bei Union Berlin. Zur Spielzeit 1992/93 wird das Schwergewicht als Cheftrainer bei den späteren „Unaufsteigbaren“ verpflichtet, die zu dem Zeitpunkt in der NOFV-Oberliga Mitte zuhause sind. Für die Fans scheint der Zweitliga-Traum mit seiner Verpflichtung ein ganzes Stück näher gerückt zu sein.

Am Ende der Saison sehen sich die Köpenicker bereits am Ziel, als Union im alles entscheidenden Relegationsspiel 1:0 vor dem Heimpublikum gegen den Bischofswerdär FV 08 gewinnt. 15.000 Zuschauer werden Zeuge des langersehnten, sportlichen Aufstiegs, der aufgrund des Bürgschaftsskandals aber nie Realität wird. Union muss in der 3. Liga bleiben und erhält auch in der folgenden Saison keine Lizenz für die 2. Liga.

Union darf als Meister nicht an der Relegation teilnehmen, weil die vom DFB geforderte Bankbürgschaft in Höhe von 2,4 Millionen DM nicht vorgelegt werden kann. Pagelsdorf tut sein Möglichstes, holt erstmals nach der Wende den Gesamtberliner Landespokal und erreicht die Teilnahme an der deutschen Fußballamateurmeisterschaft. Doch all das kann nicht über die katastrophale finanzielle Situation der Hauptstädter hinwegtäuschen, die Pagelsdorf am Ende seiner zweiten Spielzeit abgeben müssen.

Der Trainer hätte sein Versprechen gerne erfüllt und den Verein in die 2. Liga geführt, die Bankbürgschaft kommt dazwischen…

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Torsten Mattuschka: 299 Spiele, 70 Tore, ein eigenes Lied

„Tusche" wird ab 2005 zur Identifikationsfigur, führt Union als Kapitän in Liga zwei und bekommt bei jedem Freistoß seinen Fan-Gesang.

Absoluter Publikumsliebling und Identifikationsfigur des Vereins. Für ihn stimmen die Union-Fans das „Torsten Mattuschka“-Lied an, sobald es einen Freistoß oder Elfmeter für Union gibt. 299 Mal streift sich der gebürtige Cottbusser das rot-weiße Trikot über und versenkt das Leder 70 Mal im gegnerischen Tor.

„Tusche“ kommt 2005 und trägt ein Jahr später auch zum Staffelsieg der Berliner und dem damit verbundenen Aufstieg in die Regionalliga bei. Der Mittelfeldspieler, der die Mannschaft ab 2011 als Kapitän durch die Saison führt, erreicht mit Union 2008 zunächst die Qualifikation für die 3. Liga und steigt ein Jahr später in die 2. Bundesliga auf. Mit zehn Treffern ist er in der ersten Zweitligasaison Berlins erfolgreichster Torschütze.

Auch nach seinem Abgang sehen die Fans in Mattuschka den Aufstiegshelden, der die Mannschaft aus der 3. Liga zurück in die 2. Bundesliga geführt hat.

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Dirk Zingler: der Präsident, der die Förstereiausbaut

Seit Juli 2004 führt der Logistik-Unternehmer Union vom Viertligisten bis in die Bundesliga und treibt den Stadionausbau auf 37.000 Plätze.

Seit dem 1. Juli 2004 ist Dirk Zingler Präsident des 1. FC Union. Der Vereinschef hat den Klub bis in die Bundesliga geführt – Rückschläge wie den erstmaligen Abstieg in die Viertklassigkeit 2005 inklusive. Hartnäckig kämpft der Logistik-Unternehmer um den Fußball-Standort Alte Försterei.

2008/09 werden die drei Stehplatztraversen modernisiert. 2012/13 entsteht eine neue Haupttribüne. Schon bald soll das Stadion 37.000 anstatt 22.000 Zuschauer fassen.

So manche Präsidiumsidee, wie die Einführung der Stadionaktie 2011 oder der „Zwang“ zur Mitgliedschaft für Karteninteressenten, lässt gepaart mit sportlichem Erfolg die Zahl der eingetragenen Anhänger im letzten Jahrzehnt von rund 6000 auf über 32.000 hochschnellen. Bei der Trainersuche scheut sich Zingler nicht vor Experimenten oder großen Namen.

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Urs Fischer und die ungeschlagenen Spiele zur Bundesliga

17 Spiele ohne Niederlage zum Auftakt, Rang drei, Relegation gegen Stuttgart — und am 23. Mai 2019 der Sprung in die Bundesliga.

Seine Bierduschen und Jubelstürme verdient sich der Schweizer Erfolgstrainer in Berlin allemal. Die Union-Fans erleben unter Fischer im Mai 2019 den größten Erfolg der 53-jährigen Vereinsgeschichte: Der Schweizer führt den Klub der Underdogs zum ersten Mal in seiner Geschichte in die Bundesliga. Als der neue Trainer ein knappes Jahr vorher, im Juni 2018, in die deutsche Hauptstadt kommt, hat Union die Saison 2017/18 auf einem mittelmäßigen achten Tabellenplatz in der 2. Bundesliga abgeschlossen.

In seiner ersten Saison erreicht Fischer mit seinen Unionern vom Start weg 17 Spiele ohne Niederlage und wird damit in dieser Phase zum Trainer der am längsten ungeschlagenen Mannschaft im deutschen Profifußball. Zum Saisonende liegen die Berliner auf Tabellenrang drei und treffen in den Relegationsspielen auf den VfB Stuttgart. Fischer bewahrt die Nerven und nimmt seinen Spielern den Druck, so dass diese am 23. Mai 2019 unbeschwert auswärts ein 2:2 erreichen können, das mit einem 0:0 vor Heimpublikum versilbert wird – Aufstieg in die Bundesliga.

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Werner „Schwenne" Schwenzfeier und der Pokalsieg 1968

Erst Spieler beim Vorgängerverein, dann Trainer — Schwenzfeier holt 1968 den FDGB-Pokal gegen Carl Zeiss Jena.

Werner ,,Schwenne" Schwenzfeier ist von 1954 – 1959 Spieler beim Union Vorgängerverein BSG Motor Oberschöneweide. Von 1965 bis 1969 ist er Trainer von Union Berlin. Ihm gelingt mit Union der Aufstieg in die DDR-Oberliga und 1968 der Sieg im FDGB-Pokalfinale gegen Carl Zeiss Jena. Werner Schwenzfeier stirbt am 30. Dezember 1995 im Alter von 70 Jahren.

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FCU-Quiz BETA

Teste dein Wissen

Das FCU-Quiz testet dein Wissen ueber 1. FC Union Berlin — von der Vereinsgruendung ueber legendaere Spiele bis hin zu aktuellen Bundesliga-Statistiken. Sechs Multiple-Choice-Fragen, vier Antwortmoeglichkeiten, nur eine ist richtig. Nach jeder Frage erfaehrst du den Hintergrund — Fakten, die selbst eingefleischte Fans ueberraschen.

Wie viele Fragen hat das FCU-Quiz?

Das Quiz besteht aus sechs Multiple-Choice-Fragen mit je vier Antwortmoeglichkeiten. Die Fragen decken Vereinshistorie, aktuelle Bundesliga-Daten und Prognosen ab.

Woher stammen die Quizfragen?

Die Fragen werden automatisch aus den Akte-Kapiteln von 1. FC Union Berlin generiert — basierend auf ueber 100 recherchierten Fakten, aktuellen Tabellendaten und Oracle-Prognosen.

Wie oft gibt es ein neues Quiz?

Neue Quizfragen erscheinen zweimal pro Woche (Montag und Donnerstag). Die Fragen werden per KI aus aktuellen und historischen Daten zusammengestellt.

Frage 1 von 6

Die Architekten des Bundesliga-Aufstiegs

Urs Fischer, Oliver Ruhnert und Dirk Zingler formen aus einem Zweitligisten einen Bundesligisten mit Champions-League-Saison — drei Rollen, ein Plan: kein Schuldenberg, kluge Transfers, ruhige Hand an der Linie.

Urs Fischer: vom Aufstiegstrainer zum Champions-League-Coach

Fischer führt Union in die Bundesliga, etabliert den Klub und erreicht die Königsklasse — bis das CL-Debakel im November 2023 die Ära beendet.

Urs Fischer ist der wichtigste Trainer in der Geschichte des 1. FC Union Berlin. Der Schweizer übernimmt 2018 in der 2. Bundesliga, führt den Verein in die Bundesliga, etabliert ihn dort und erreicht die Champions League. Sein Pragmatismus, seine Ruhe und sein taktisches Geschick machen aus einer Mannschaft ohne Superstars ein europäisches Team.

Seine Entlassung im November 2023, als Union nach dem CL-Debakel in den Abstiegskampf rutscht, markiert das Ende einer Ära.

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Oliver Ruhnert: der Sportdirektor mit dem Transfer-Modell

Guenstig kaufen, entwickeln, teuer verkaufen — Ruhnerts Methode bringt Becker, Awoniyi und Doekhi nach Koepenick.

Oliver Ruhnert ist als Sportdirektor der Architekt im Hintergrund. Seine Transferpolitik — günstig einkaufen, entwickeln, dann für deutlich mehr verkaufen — ermöglicht Unions Aufstieg in die europäische Spitze. Spieler wie Sheraldo Becker, Taiwo Awoniyi und Danilho Doekhi werden unter Ruhnert zu Union-Stars.

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Dirk Zingler und das Credo des „Union-Wegs"

Keine Schulden, organisches Wachstum, Identität bewahren — Zinglers Linie trägt Stadionausbau und sportlichen Aufstieg.

Dirk Zingler ist als Präsident das Gesicht des „Union-Wegs". Sein Credo: keine Schulden, organisches Wachstum, Identität bewahren. Der Stadionausbau, die sportliche Entwicklung und die wirtschaftliche Stabilität des Vereins tragen seine Handschrift.

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On This Week — Bundesliga 18.–24. Mai

Drei Geschichten aus dieser Woche in der Bundesliga. Eine ist wahr. Findest du sie?

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Häufige Fragen

Wer sind die größten Legenden von Union?
1. FC Union Berlin wurde von herausragenden Persönlichkeiten geprägt — Spieler, Trainer und Funktionäre, die den Verein geformt haben.
Welche Trainer waren bei Union am erfolgreichsten?
Die prägendsten Trainer und ihre Ären bei 1. FC Union Berlin werden im Schlüsselfiguren-Kapitel porträtiert.
Wer hat Union am meisten geprägt?
Die wichtigsten Persönlichkeiten der Vereinsgeschichte — von Gründervätern bis zu modernen Ikonen.
Was behandelt Schlüsselfiguren?
Uwe Neuhaus: Uwe Neuhaus ist per Dezember 2019 Unions Rekordtrainer.
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