Zwei Jahre lang lenkt der Hannoveraner die Geschicke bei Union Berlin. Zur Spielzeit 1992/93 wird das Schwergewicht als Cheftrainer bei den späteren „Unaufsteigbaren“ verpflichtet, die zu dem Zeitpunkt in der NOFV-Oberliga Mitte zuhause sind. Für die Fans scheint der Zweitliga-Traum mit seiner Verpflichtung ein ganzes Stück näher gerückt zu sein.
Am Ende der Saison sehen sich die Köpenicker bereits am Ziel, als Union im alles entscheidenden Relegationsspiel 1:0 vor dem Heimpublikum gegen den Bischofswerdär FV 08 gewinnt. 15.000 Zuschauer werden Zeuge des langersehnten, sportlichen Aufstiegs, der aufgrund des Bürgschaftsskandals aber nie Realität wird. Union muss in der 3. Liga bleiben und erhält auch in der folgenden Saison keine Lizenz für die 2. Liga.
Union darf als Meister nicht an der Relegation teilnehmen, weil die vom DFB geforderte Bankbürgschaft in Höhe von 2,4 Millionen DM nicht vorgelegt werden kann. Pagelsdorf tut sein Möglichstes, holt erstmals nach der Wende den Gesamtberliner Landespokal und erreicht die Teilnahme an der deutschen Fußballamateurmeisterschaft. Doch all das kann nicht über die katastrophale finanzielle Situation der Hauptstädter hinwegtäuschen, die Pagelsdorf am Ende seiner zweiten Spielzeit abgeben müssen.
Der Trainer hätte sein Versprechen gerne erfüllt und den Verein in die 2. Liga geführt, die Bankbürgschaft kommt dazwischen…