Günter „Jimmy“ Hoge: Günter „Jimmy“ Hoge ist der erste DDR-Nationalspieler von Union Berlin. Von 1958 – 1962 spielt er für den ASK Vorwärts Berlin, danach zieht es ihn von 1962 – 1964 zu BSG Motor Köpenick und von 1964 – 1966 zum TSC Berlin. Von 1966 – 1970 bestreitet er 77 Pflichtspiele für den 1. \n\nHoge beendet seine fußballerische Karriere von 1970 – 1973 bei BSG Motor Hennigsdorf und ab 1973 bei IHB Berlin und Motor Friedrichshain. Der 169 Zentimeter kleine Stürmer spielt zwischen 1961 und 1968 sechsmal für die Nationalmannschaft der DDR. Das erste Länderspiel mit der DDR-Nationalmannschaft bestreitet er als Linksaußen am 21. \n\nNach dem folgenden Weltmeisterschafts-Qualifikationsspiel DDR gegen Ungarn, welches die DDR mit 3:2 verliert, verschwindet Hoge für sechs Jahre aus dem Kader - trotz seiner allseits geschätzten sportlichen Leistungen. Vor allem in puncto Ballsicherheit, Dribbelstärke und Schnelligkeit ist Hoge einer der besten DDR-Spieler der 60-er Jahre. Doch „Jimmy“ ist auch ein eigenwilliger, unangepasster Typ, der bei Trainern und Funktionären aneckt und regelmäßig in Ungnade fällt. Im Juli 1962 wird er so zum - eine Klasse tiefer spielenden - DDR-Ligisten BSG Motor Köpenick „degradiert“.
Seine erfolgreichste Phase erlebt er bei Union Berlin. Als Unioner schafft es Hoge zurück ins Nationalteam und bestreitet bis zu seinem letzten Länderspiel am 2. Februar 1968 gegen die Tschechoslowakei vier Spiele für die DDR-Auswahl. Exzellente Leistungen auf einer Südamerika-Reise der DDR-Mannschaft bringen ihm von der lokalen Presse den Spitznamen „motorneto“ („kleines Motorrad“) ein. Hoge ist Teil der Union-Mannschaft, die 1968 den FDGB-Pokal holt. Nach dem Triumph im Pokal scheint es, als ob sich die Karriere von Jimmy mit knapp 28 Jahren endlich in Richtung „DDR-Superstar“ entwickelt, da ist sie auch schon jäh vorbei. B. Fahrens ohne Führerschein) wird Hoge vom DDR-Fußballverband „für die Zeit vom 17. Oktober 1968 bis 31. Mai 1969 für jeglichen Spiel- und Sportverkehr gesperrt“. Im offiziellen Beschluss heißt es, dass Hoge „wiederholt unter Alkoholeinfluss gestanden habe“ und „seine Mannschaftskameraden gröblichst beleidigt hätte“. In offiziellem „DDR-Sprech“ formuliert der DFV, Hoge sei nicht in der Lage, „sein Verhalten im Rahmen des Kollektivs und im üblichen Leben unserer Gesellschaft zu verankern“.