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Patschinskis Pokerabend bei Dynamo: 2009 fristlose Kündigung

Nico „Patsche“ Patschinski, mit 10.000 Euro Monatsgehalt Top-Verdiener, kostet Union jahrelang Nerven — und endet 2009 mit Abfindung.

Tief in der Patsche – Der Skandalprofi: Kein anderer Spieler hat den 1. FC Union mehr genervt als Nico ,,Patsche“ Patschinski. Der gebürtige Ost-Berliner hat offenbar in seiner Zeit bei den ,,Eisernen“ ab 2006 und möglicherweise auch sonst eine eher eigenwillige Beziehung zum Geld. „Was ich mit meiner Kohle mache, ist mein Ding.

Ob ich mir damit den Arsch abwische, es verspiele oder verbrenne. Es ist ja nur Geld“, entgegnet er den Kritikern, die ihn spätestens seit 2007 als spielsüchtig ansehen. Patschinski, mit 10.000 Euro monatlich Spitzenverdiener an der Wuhlheide, wäre nicht Patschinski, wenn er diese Problematik nicht herunterspielen würde.“ Unions Sportdirektor Christian Beeck meint 2007, ich sei spielsüchtig und krank, brächte meine Leistung nicht.

Ich hatte mich zu diesem Zeitpunkt schon in allen Spielbanken sperren lassen, da ich zu viel verloren hatte, ich war damals nicht spielsüchtig und bin es auch heute nicht. Ich habe nur ein bisschen Karten gespielt und gewettet“, sagt er im März 2016 dem Berliner Kurier. Dass er an einem Benefiz-Pokerturnier des verhassten Ost-Berliner Rivalen BFC Dynamo teilnimmt, bringt ihm eine Abmahnung und 5.000 Euro Strafe.

Anti-Union-Parolen und eine wilde Party-Nacht mit Dynamo reichen den Verantwortlichen, um Patschinski fristlos und wegen „vereinsschädigenden Verhaltens“ zu kündigen. Als der Vertrag im Juli 2009 schließlich nach langem Hin- und Her aufgelöst wird und rund 130.000 Euro Abfindung fällig sind, atmet Unions Präsident Dirk Zingler auf: „Wir sind froh, dass dieses Kapitel beendet ist.“

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