Akte 1. FC Union Berlin
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Karl-Marx-Stadt - am 28. Mai 1988

Karl-Marx-Stadt — am 28. Mai 1988: Wer alte Unioner nach ihrer glücklichsten Oberliga-Erinnerung fragt, erhält häufig eine überraschende Antwort.

Karl-Marx-Stadt - am 28. Mai 1988: Wer alte Unioner nach ihrer glücklichsten Oberliga-Erinnerung fragt, erhält häufig eine überraschende Antwort: „Karl-Marx-Stadt“. Am 28. Mai 1988 brauchen die "Eisernen" zum Saisonfinale einen Auswärtssieg, sonst droht der Abstieg. Schon wieder!

Zweimal gerät der FC Union in Rückstand, kurz vor Schluss schafft das Team den Ausgleich. Doch der Abstieg droht weiterhin, denn Union braucht einen Sieg. Schiedsrichter Heynemann aus Magdeburg gewährt den Eisernen in der letzten Minute der Nachspielzeit einen allerletzten Freistoß.

Hirsch flankt von rechts in den Strafraum, Seier köpft an den Pfosten, der erste Nachschuss von Maek wird noch abgewehrt, der zweite sitzt. 3:2! „Ein Tollhaus!", so fasst es Reporter Wolfgang Hempel zusammen. Nicht Union steigt ab, sondern Vorwärts Frankfurt.

Der Verein ist in der ganzen Saison nie auf einem Abstiegsplatz, außer in der letzten Sekunde. 0:1 verlieren die ehemaligen Berliner Volksarmisten das letzte Spiel – ausgerechnet beim BFC Dynamo.

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