Fun Facts
Dass der 1. FC Union Berlin 2001 im DFB-Pokalfinale steht und dass das Maskottchen ,,Ritter Keule“ den Morgenstern bei jedem Heimspiel schwingt – das ist in Fußball-Deutschland relativ bekannt. Aber es gibt rund um ,,die Eisernen“ jede Menge Fun Facts der besonderen und eher unbekannteren Art.
Das Weihnachtssingen: Es ist ein ,,Union-Klassiker“, der inzwischen von etlichen Vereinen kopiert wird. Seit 2003 halb legal, seit 2005 offiziell, treffen sich kurz vor Weihnachten knapp 30.000 Menschen im Stadion an der Alten Försterei zum inzwischen traditionellen Weihnachtssingen – Glühwein inklusive. Pfarrer Kastner erzählt als Nachfolger von Pfarrer Müller die Weihnachtsgeschichte, der Chor des Emmy-Noether-Gymnasiums gibt Tonart und Takt vor und eine kleine Bläsergruppe sorgt für festlich-fröhliche Klänge. Liederbuch und Kerze gibt es gratis – „eine kleine Spende für die Nachwuchsarbeit des Vereins ist jedoch immer willkommen“, heißt es dazu auf der Homepage von Union.
Der erste Europacup-Torschütze von Union Berlin heißt Sreto Ristic: Der ehemalige Stuttgarter, der in 47 BL-Spielen zwischen 1996 und 2000 für den VfB fünf Tore erzielt, trifft am 20. September 2001 beim 1:1 beim FC Haka in Finnland. Das lohnt sich doppelt für ihn, denn er hat eine Torprämie im Vertrag. Im Rückspiel sorgen Bozidar Djurkovic, Ferdinand Chifon und Hristo Koilow für die Tore der Unioner. Es sind bis heute die letzten Europacup-Treffer für den Ost-Berliner Klub.
Größtes ,,echtes Fußballstadion“ Berlins: Die 2008/09 und 2012/13 komplett umgebaute Alte Försterei ist mit einem Fassungsvermögen von 22.012 Zuschauern das größte, reine Fußballstadion in der Bundeshauptstadt (Stand: Dezember 2019).
They called them Sebastian: Die FCU-Stürmer Sebastian Andersson und Sebastian Polter sind mit zwölf bzw. neun Toren die erfolgreichsten Schützen in der Aufstiegs-Saison zur Bundesliga 2018/2019.

Top-Torhüter: Rafal Gikiewicz - Goalie Nummer 1 beim 1. FC Union Berlin - ist mit einem Kicker-Notenschnitt von 2,68 bester Keeper der 2. Bundesliga-Saison 2018/19.
Rekord-Torschützen: Der Deutsch-Algerier Karim Benyamina ist mit 87 Pflichtspiel-Toren bei 213 Einsätzen der erfolgreichste Torschütze von Union. Ihm folgen Torsten ,,Tusche“ Mattuschka mit 70 Treffern aus 299 Pflichtspielen und der Brasilianer Daniel ,,Texas“ Teixeira, der in 78 Spielen 67-mal trifft (Stand: Dezember 2019).
Zuschauer-Rekord: Zweimal mehr als 74.000 Zuschauer in den Berlin-Derbys gegen die Hertha bedeuten bis zum Bundesliga-Spiel bei Bayern München am 26. Oktober 2019 (75.000 Besucher) Rekord für Union Berlin in einem Liga-Spiel.
Rekord-Transfer: Teuerster Abgang aller Zeiten (Stand: Dezember 2019) bei Union Berlin ist laut Transfermarkt.de Bobby Wood. Der Hamburger SV zahlt für den US-amerikanischen Stürmer 2016 die klubinterne Rekord-Summe von vier Millionen Euro. Damals richtig viel Geld in Köpenick.
,,Texas“ ist der Älteste: Der älteste Union-Profi, der je in einem Pflichtspiel eingesetzt wird, ist der Brasilianer Daniel Teixeira. Als er am 2. Juni 2007 bei der 2:3-Niederlage bei Werder Bremen II auf dem Rasen steht, ist der Mittelstürmer 39 Jahre, 1 Monat und 13 Tage alt (Stand: Dezember 2019).
Der jüngste Unioner ist 1977 Detlef Helms: Beim DDR-Oberliga-Spiel in Karl-Marx-Stadt (0:2) ist er 16 Jahre und vier Monate alt. Der zweitjüngste Spieler ist Frank Melzer. Beim DDR-Oberliga-Spiel gegen den 1. FC Magdeburg (0:4) ist der Abwehrspieler 17 Jahre, 3 Monate und 4 Tage jung.
Frank Pagelsdorf: Der erfolgreichste Trainer nach erzielten Punkten pro Spiel heißt per Dezember 2019 immer noch Frank Pagelsdorf. Der Hannoveraner holt zwischen 1992 und 1994 in Berlin umgerechnet auf die aktuelle Zählweise 2,56 Punkte im Schnitt aus 66 Spielen.
Erst Pastor, dann der Fußballgott: Frank Pastor ist mit zwölf Treffern in 16 Spielen zu DDR-Zeiten das personifizierte Schreckgespenst der ,,Eisernen“. In Diensten des Halleschen FC gelingen ihm im DDR-Oberligaspiel 1982/83 (5:2) drei Treffer. In der 2. Bundesliga ist es Alexander ,,Fußballgott“ Meier, Legende von Eintracht Frankfurt und vom FC St. Pauli, mit neun Buden aus nur fünf Spielen zwischen 2002 und 2019.
Übrigens: Die erste Mannschaft von Union Berlin hat bis 2019 zehn Jahre kontinuierlich in der 2. Bundesliga gespielt, ehe sie den Aufstieg feiern darf. Union ist zum Zeitpunkt des Aufstiegs der dienstälteste Zweitligist, eine Art Nachfolger von Mainz 05 aus dem Osten der Republik.
Das Stadion An der Alten Försterei wurde 2009 in einer legendären Aktion von den Fans selbst gebaut – über 2.300 freiwillige Helfer leisteten insgesamt 140.000 Arbeitsstunden.
Das Weihnachtssingen An der Alten Försterei ist mittlerweile eine Institution. Seit 2003 kommen jedes Jahr Zehntausende, um bei Kerzenschein zu singen. 2023, im CL-Jahr, war die Veranstaltung zum ersten Mal vor dem offiziellen Vorverkaufsstart ausverkauft.
