Für die Hater
Höchste Pflichtspiel-Niederlage: Die höchste Pflichtspiel-Niederlage des 1. FC Union Berlin nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 setzt es am 7. Oktober 2002 in der 2. Bundesliga – 0:7 beim 1. FC Köln.
2:8 in Zwickau: Ein 2:8 aus Sicht des FCU gibt es in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga 1992 beim alten DDR-Oberliga-Rivalen FSV Zwickau.
0:5 gegen Werder Bremen: Im DFB-Pokal demütigt der spätere Finalist Werder Bremen ,,die Eisernen“ am 2. August 2009 mit 5:0 an der Alten Försterei.
Prügel vom Stasi-Klub: Seit dem Aufstieg der ,,Eisernen“ im Jahr 1966 gibt es in der DDR-Oberliga regelmäßig Prügel für die Köpenicker vom BFC Dynamo. In der Saison 1979/80 verhauen die Dynamos Union mit 6:0, 1986/87 gar mit 8:1. In den FDGB-Pokal-Achtelfinals 1978/79 geht Union sowohl im Hinspiel (1:8) als auch im Rückspiel (1:7) unter.
Die Unaufsteigbaren: Union Berlin in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga – ein unlösbares Rätsel! Ab 1992 verpassen die Unioner den Aufstieg ins deutsche ,,Fußball-Unterhaus“ regelmäßig. Sind es 1992 noch fünf Niederlagen in sechs Spielen gegen den VfL Wolfsburg, den FC Berlin (so heißt der BFC zwischenzeitlich) und den FSV Zwickau, bei einem Torverhältnis von Minus 15, so wird den Köpenickern 1993 die Lizenz zur 2. Liga verweigert. Dramatische Züge nimmt das Ganze im Sommer 2000 an. In einem Elfmeter-Krimi im Relegationsrückspiel beim VfL Osnabrück (7:8) und in der anschließenden Dreier-Runde mit LR Ahlen und dem SC Pfullendorf bleibt der Traum von der 2. Liga wieder unerfüllt.

Die Aua-Premiere: Endlich Bundesliga, endlich mit Union Berlin! Die Euphorie kennt am 19. August 2019 in Berlin kaum Grenzen – doch nach einer guten halben Stunde ist es damit schon wieder vorbei. Gegner RB Leipzig zeigt Union mit zwei frühen Toren, wie Bundesliga geht, und gewinnt am Ende mit 4:0. Es gibt sicherlich bessere Premieren…
Die aus Sicht der Union-Hater erfreulichste Saison liefern ,,Die Eisernen“ 2003/04 in der 2. Bundesliga ab. Selbst mit Trainerlegende Aleksandar Ristic, der Ende März Mirko Votava beerbt, bekommt Union so richtig auf den Ritterhelm – und setzt einige Negativ-Marken.
Schlechteste Platzierung in der Abschluss-Tabelle: Rang 17 ist in der 2. Bundesliga 2003/04 das schlechteste Abschlussergebnis des 1. FC Union Berlin in der 1. oder 2. Bundesliga.
Wenigste erzielte Punkte: 2003/04 holen die Unioner in der 2. Liga nur 33 Punkte. Schlechter sind sie nach der Wende und außerhalb der 2. Bundesliga nur 2004/05, mit 27 Punkten in der Regionalliga NORD. Somit steigt Union zum zweiten Mal in Folge ab.
Meiste Niederlagen: 2003/04 kassiert Union Berlin in 34 Spielen insgesamt 17 Niederlagen.
Wenigste Siege: In der Saison 2003/04 haben die Union-Fans nur wenig Grund zum Jubeln, es gibt nur acht Siege, das ist - BL-Premieren-Saison und untere Ligen nicht mitgerechnet - der schlechteste Wert nach der deutschen Wiedervereinigung.
Die Champions-League-Saison 2023/24 war für Union-Kritiker ein gefundenes Fressen. Null Siege in sechs Gruppenspielen – gegen Real Madrid, Napoli und Braga war Union chancenlos. Der Fokus auf die Königsklasse zerrte an der Substanz, Union stürzte in den Abstiegskampf.
Nach dem Abgang von Urs Fischer im November 2023 versank der Verein im Chaos. Nenad Bjelica übernahm, stabilisierte die Mannschaft gerade so, aber der Glanz der Vorjahre war dahin.
